*Newste News*

23.38 Uhr: Die IS-Führung will offenbar mit einer neuen Taktik Terroristen in westeuropäische Länder schleusen, darunter auch nach Deutschland.

Laut der „Bild am Sonntag“ sollen als Flüchtlinge getarnte IS-Kommandos, bestehend aus jeweils vier Terroristen, die Grenze zur Türkei überqueren. Von dort aus sollen sie mithilfe gefälschter Pässe weiter nach Westeuropa, wie z.B. nach Deutschland reisen, um dort Anschläge zu verüben. Es sei US-Geheimdiensten gelungen, die verschlüsselte Kommunikation der IS-Führung zu dechiffrieren, schreibt das Blatt weiter. Aus abgehörten Gesprächen hätten die US-Dienste erfahren, dass die IS-Terroristen auf ihrem Weg nach Westeuropa keine Flugzeuge benutzen sollen. Grund dafür seien die vergleichsweise strengen Kontrollen an Flughäfen.

mehr dazu auf http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/is-terror-im-news-ticker-is-dschihadisten-stehen-kurz-vor-einnahme-von-kobane_id_4179516.html  

[Nachtrag] Kobane – wieder über 200 Tote.

Am 25. Juni griffen IS-Truppen überraschend wieder Kobanê an – bei mindestens 3 Selbstmordattentaten, zahlreichen Gefechten mit kurdischen Truppen und wilden Schießereien1 meldet die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am 27. Juni bereits 206 vom IS getötete Menschen in und um Kobanê2 – und erst am 5. Juli die erneute Vertreibung aller IS-Truppen aus der Stadt3.
Kobanê liegt in Syrien, an der Grenze zur Türkei und ist die Hauptstadt des Kantons Kobanê – einer von drei Kantonen, die zur faktisch autonom kurdisch regierten Provinz Rojava (https://de.wikipedia.org/wiki/Rojava) gehören. Seit Ende 2014 ist die Stadt hart umkämpft – Nach vier Monaten Besetzung durch den IS von September ’14 bis Januar ’15 eroberten kurdische Truppen im Januar die Stadt zurück (Einen älteren Beitrag zum Thema findet ihr hier: Kobane wieder frei ). Nach den überraschenden IS-Angriffen am 25. Juni sind Anfang Juli weite Teile der Stadt zerstört – Der Focus zeigt eine Rundfahrt durch die Stadt in einem Video.


Aktuelles aus den IS-Gebieten…

Allein die letzte Woche ist schon wieder so verdammt viel passiert – traurig, dass man vor lauter Griechenland die Nachrichtenseiten dennoch so lange danach durchforsten muss…

Wir könnten an dieser Stelle noch viel mehr posten – wer mehr lesen will, klickt einfach auf die Quell-Links – die Seiten vom Focus sind recht gut aufgebaut.

Nach Anschlag in Kuwait: Sunniten und Schiiten beten gemeinsam

17.51 Uhr: Eine Woche nach dem Anschlag auf eine schiitische Moschee in Kuwait mit 27 Toten haben Sunniten und Schiiten beim gemeinsamen Freitagsgebet die Nationale Einheit beschworen. Unter den Hunderten von Gläubigen in der großen Moschee der Hauptstadt war nach Angaben der kuwaitischen Zeitung „Al-Watan“ sowie der Nachrichtenagentur Kuna auch der Emir, Scheich Sabah al-Ahmed al-Dschabir al-Sabah. Auch in anderen Moscheen habe es gemeinsame Gebete gegeben.

Die Attacke vom vergangenen Freitag war die erste dieser Art in Kuwait. Schiiten machen dort rund 30 Prozent der Bevölkerung aus. Kuwaits Behörden haben den Attentäter inzwischen als Saudi-Araber identifiziert mit Verbindungen zur sunnitischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Schiiten sind in den Augen sunnitischer Extremisten Anhänger eines falschen Glaubens.


Hintergrund dazu – Meldung vom 27.06.2015:

25 Tote in Kuwait und 156 in Kobane

15:35 Uhr: Wie das Portal „Conflict News“ mitteilt, ist die Zahl der Toten in Kuwait auf 24 angestiegen. In Kobane erschoss der Scharfschütze, laut Meldung, 156 Menschen. Andere Quellen sprechen von mittlerweile 16 Opfern.

14.44 Uhr: Bei einem Anschlag der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) auf eine schiitische Moschee in Kuwait sind am Freitag mindestens 13 Menschen getötet worden. Dies teilten die Rettungskräfte in dem Golfemirat mit.

Zu dem Attentat auf die Moschee Al-Imam al-Sadek in der Hauptstadt Kuwait-Stadt, das sich während des Freitagsgebets in der zweiten Woche des islamischen Fastenmonats Ramadan ereignete, bekannte sich die radikale sunnitische IS-Miliz. Es ist der erste derartige Angriff auf Schiiten in dem Golfemirat.

Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Anschlag auf die schiitische Moschee

Die IS-Miliz verübte in den vergangenen Wochen bereits tödliche Anschläge auf schiitische Moscheen im Jemen und in Saudi-Arabien. Die Extremisten betrachten die Angehörigen der schiitischen Konfession, der in Kuwait rund ein Drittel der 1,3 Millionen Einwohner angehören, als Ungläubige.

Auch im Irak begeht die IS-Gruppe regelmäßig Anschläge auf schiitische Pilger, Moscheen und Wohnviertel. Ein Vertreter der Sicherheitskräfte in Kuwait und Augenzeugen sagten, der Anschlag auf die Moschee sei von einem Selbstmordattentäter verübt worden.

Deng Bide

Deng Bide ist kurdisch und bedeutet auf deutsch: jemandem eine Stimme geben.
Wir fanden die Übersetztung sehr gut um unserem Projekt einen Namen zu geben. Es drückt genau aus, was wir erreichen möchten und warum wir diese Website erstellt haben.

Interviews von Flüchtlingen und Unterstüzenden

kargah e.V.
http://fluechtlingsfragen.unique-planet.de/

Über das Projekt:
In verschiedenen Audiointerviews stellen wir die aktuelle Situation Geflüchteter in Hannover dar, lassen Geflüchtete und Unterstützende zu Wort kommen und erfahren, wie konkret Hilfe geleistet werden kann. Unterstützende Initiativen stellen sich vor und Geflüchtete erzählen ihre Geschichte.
Ihr könnt uns eure eigenen Fragen an Geflüchtete oder Unterstützende schreiben und wir geben euch im nächsten Interview eine Antwort darauf.
-> http://fluechtlingsfragen.unique-planet.de/